Für Unternehmen
Hygiene am Arbeitsplatz: Reinigung, Desinfektion und der Plan dazwischen
Wo viele Menschen arbeiten, entscheidet der Plan
Hygiene am Arbeitsplatz ist selten eine Frage der Gründlichkeit einzelner Reinigungskräfte. Sie ist eine Frage der Festlegung: Welche Fläche wird womit gereinigt, was wird desinfiziert, in welchem Abstand, und wo wird das festgehalten. Ohne diese Festlegung bleibt Hygiene eine Absichtserklärung, die niemand nachprüfen kann.
Die drei Begriffe, um die es dabei geht, werden im Alltag durcheinandergebracht. Genau daraus entstehen die meisten Missverständnisse bei der Planung.
Reinigung und Desinfektion sind nicht dasselbe
- Reinigung entfernt, was sichtbar ist
- Bei der Reinigung werden Schmutz, Rückstände und abgenutzte Pflegefilme von der Oberfläche geholt. Die Unterhaltsreinigung wiederholt das in festen Abständen — täglich, wöchentlich oder in dem Rhythmus, den der Betrieb braucht. Die Grundreinigung geht seltener, dafür tiefer: Sie holt auch das weg, was sich über Monate aufgebaut hat.
- Desinfektion wirkt gegen das, was man nicht sieht
- Desinfektion tötet Krankheitserreger ab oder macht sie unwirksam. Sie ersetzt die Reinigung nicht, sondern folgt ihr — und das ist der Punkt, an dem in der Praxis am häufigsten gespart wird: Auf einer verschmutzten Oberfläche kann ein Desinfektionsmittel nicht zuverlässig wirken. Wer desinfiziert, ohne vorher zu reinigen, hat den Aufwand und nicht die Wirkung.
- Die Einwirkzeit ist kein Richtwert
- Jedes Mittel braucht eine bestimmte Zeit auf der Fläche, um zu wirken. Wird sie unterschritten — weil gleich nachgewischt oder die Fläche sofort wieder benutzt wird —, ist die Desinfektion nicht halb so gut, sondern in Frage gestellt. Die Zeit steht auf dem Produkt und gehört in den Plan, nicht ins Gedächtnis.
Was in einem Reinigungs- und Desinfektionsplan steht
Ein solcher Plan hält für jeden Bereich fest, was zu tun ist: welche Fläche, womit, wie oft, wie lange das Mittel wirken muss und wer zuständig ist. Er ist damit zweierlei zugleich — Arbeitsanweisung für die Reinigungskraft und Nachweis für den Betrieb.
- Nach Bereich getrennt, nicht nach Raum
- Ein Besprechungstisch, eine Türklinke und ein Sanitärbecken haben nichts gemeinsam außer dem Raum, in dem sie stehen. Pläne, die nach Räumen gegliedert sind, führen zu Listen, die niemand abarbeitet.
- Mit Datum, sonst ist es kein Nachweis
- Ohne Dokumentation lässt sich nach vier Wochen nicht mehr sagen, ob eine Fläche behandelt wurde. Das ist weniger eine Frage des Misstrauens als der Übergabe: Wer vertritt, muss sehen können, was zuletzt gemacht wurde.
- Kurz genug, dass er gelesen wird
- Der ausführlichste Plan nützt nichts, wenn er im Ordner bleibt. In der Praxis funktioniert, was als Aushang an die Wand passt.
Wo das den Unterschied macht
- Büro- und Verwaltungsobjekte
- Geteilte Schreibtische, Besprechungsräume, Küchen und Sanitärbereiche: viele Hände auf denselben Flächen, und die Nutzung ändert sich über den Tag.
- Alten- und Pflegeheime
- Hygiene in sensiblen Bereichen verlangt Sorgfalt und Verlässlichkeit — jeden Tag, nicht nur bei der Begehung.
- Sanitärbereiche mit hoher Frequenz
- Je mehr Menschen einen Bereich nutzen, desto weniger sagt ein Blick über die tatsächliche Belastung aus. Hier zählt der Abstand zwischen zwei Durchgängen mehr als der einzelne Durchgang.
Was wir dabei übernehmen
Hygiene- und Desinfektionsreinigung
- Erstellung von Reinigungs- und Desinfektionsplänen
- Hygienische Unterhaltsreinigung
- Desinfektion
Sprechen wir über Ihren Plan
Welche Bereiche wie oft gereinigt und wo zusätzlich desinfiziert werden muss, lässt sich am Objekt in einer halben Stunde klären. Über das Formular erreichen Sie die Zentrale, wenn Ihnen das lieber ist.
Serdal Önder
Ihr Ansprechpartner für Facility Services
Ihr Objekt sehe ich mir gern selbst an. Rufen Sie mich an, dann stimmen wir einen Termin ab.